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Kater

Erst als Dravida in seine Hängematte sprang, sich zu ihm legte und ihm die Öhrchen ableckte, was sie bis dahin nie getan hatte, erregte dies unsere Aufmerksamkeit. Sein Blick war trübe, sein Fell innerhalb nur weniger Stunden struppig geworden und er fieberte sehr hoch. Kurz entschlossen eilten wir mit ihm in die nur wenige hundert Meter entfernte Tierklinik. Dort war kein Weihnachten, dort saßen nur die schlimmsten Krankheitsfälle, die dringender ärztlicher Behandlung bedurften. Die Besitzer der drei Tiere die vor uns dran waren, kamen allesamt weinend und ohne ihre geliebten Vierbeiner aus dem Behandlungszimmer heraus. Es war ein furchtbares Gefühl dort zu sitzen. Kurz und knapp erklärte uns der behandelnde Arzt Mo hätte mit größter Wahrscheinlichkeit die Katzenseuche und wenn er nicht innerhalb der nächsten zwei Tage auf das verabreichte Antibiotikum reagieren würde, müsste er eingeschläfert werden.

Kaum wieder zu Hause sprang „Krankenschwester“ Dravida in die Bresche, genau die kleine Maus die zuvor nur an ihr Spiel gedacht hatte. Sie ließ Mo nicht einen Augenblick allein und er, er reagierte auf das Antibiotikum und die liebevolle Pflege. Seither ist irgendetwas zwischen den Beiden passiert, bei Menschen würde man es wohl Liebe nennen.

Irgendwann im Frühjahr machte Mo erste Anstalten seiner Natur als Kater gerecht zu werden und wir ließen ihn kastrieren. Vorher hatten wir uns sachkundig gemacht ob und was bei einer Kastration passieren könnte und sind dabei auf einen Artikel gestoßen in dem behauptet wurde, dass bei einer Katze die nie Kitten hatte und kastriert würde, die Wahrscheinlichkeit Krebs zu bekommen wesentlich höher läge. Nach Rücksprache mit unserer Tierärztin und vielen Recherchen im Internet ist diese These jedoch nicht haltbar, da diese nie bewiesen werden konnte.Bekommen Spielzeug, ihr gewohntes Futter und eine Informationsmappe mit ins neue Zuhause

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