Was so alles passieren kann !
Was so alles passieren kann !
Wer schon einmal selbst Katzen gezüchtet hat weiss mit welchen Unwägbarkeiten man zu rechnen hat.
Da es sich bei uns um unseren ersten Wurf handelte, waren wir schon mächtig stolz darauf, die Geschlechter der Babys genau und richtig bestimmt zu haben, was nicht immer ganz einfach ist. Habe selbst beim Stöbern im Internet oftmals lesen können, dass aus einem Mo 14 Tage später eine Molina und aus einer Marla ein Marlon wurde. Wer also nicht sofort nach der Geburt, wenn die Babys noch feucht sind, aus welchen Gründen auch immer, sei es, weil es Schwierigkeiten bei der Geburt gab, oder weil die Babys unbemerkt zur Welt gekommen sind, gerät stark ins Hintertreffen was die Geschlechtsbestimmung anbelangt. Denn schon nach wenigen Stunden ist es fast unmöglich genaues zu erkennen, da kann dann nur noch geschätzt und geraten werden und selbst namhafte Tierärzte kommen ins Schleudern. Das Zeitfenster der Erkennung öffnet sich dann erst wieder nach etwa einer Woche bis zu zehn Tagen.
Einfacher erscheint die Farbbestimmung zu sein,- meint man.
Bei unseren Babys schien es einfach zu sein, da gab es Arjen, der ganz eindeutig ein blue / white vielleicht mit smoke war, Arik eindeutig black / white, die kleine Anousch ein blue / tabby / white und bei Alvaro konnte klar ausgemacht werden, dass es sich bei ihm um ein black / smoke / white handelte.
Das änderte sich jedoch nach knapp 3 Wochen, seine anfänglich Geisterzeichnung, wuchs sich zusehend zu einer Zeichnung aus.
Also wurde viel telefoniert und nachgefragt, was es mit dieser Zeichnung auf sich hat. Alle bis auf eine sagten das Selbe :„Eindeutig ein Tabby!“
Die Zeit verging, die Zeichnung in Alvaros Gesicht nahm ab, die Zeichnung an seinem Körper nahm zu.
Für seine neuen Besitzer war es völlig egal, er hätte sogar rosa Punkte haben können.
Dennoch muss irgendwann ein Stammbaum ausgestellt werden und da die Meinungen 8 zu 1 standen, habe ich mich dazu entschlossen eine Tabbyzeichnung eintragen zu lassen, jedoch nicht ohne einen Abstrich machen zu lassen und an ein Labor einzuschicken.
Liebe Sandra Baumann, du hattest recht, was die Zeichnung anbelangt, nur ist auch dir leider nicht aufgefallen, dass Alvaro kein norwegischer Waldkater ist, sondern ein Neufundländer.
Lag wahrscheinlich daran, dass wir uns ausschließlich auf die Zeichnung konzentriert haben. lol
Hier das Laborergebnis:
Eingangsdatum: 29-09-2010
Angaben zum Patienten: Katze Neufundländer "Alvaro"
männlich * 04.07.10
Probenentnahme: 26-09-2010
Patientenbesitzer: Sabine Keutner
Probenmaterial: Backenabstrich
Befund-Nummer: 1009-S-91236
Messgrößen Ist Normalwert
Fellzeichnung Agouti - PCR
Agouti:
Ergebnis: Genotyp a/a
Interpretation: Die untersuchte Katze ist kein Anlage-
träger der Farbvariante Agouti. Die Katze prägt
phänotypisch die Fellfärbung solid aus, sie ist non-Agouti.
Sie kann an ihre Nachkommen nur das non-Agouti-Allel (a),
aber nicht das Agouti-Allel (A) weitergeben.
Das Ergebnis gilt nur für das im Labor eingegangene
Untersuchungsmaterial.
Übrig geblieben sind die Fragen: Müssen die neuen Besitzer jetzt Hundesteuer bezahlen?
Kann ich jetzt ein Patent anmelden?
Kann ich wegen Betrugs belangt werden, oder sind seine neuen
Besitzer selbst Schuld, einen Neufundländer nicht von einem
norwegischem Waldkater unterscheiden zu können ?
© Sabine Keutner





















